Lucas Adler chases thunderstorms and starry skies

Schon immer beobachtete Lucas Adler fasziniert den Himmel mit seinen physikalischen Phänomenen. Den Schein der Milchstraße, Sternschnuppen, aber besonders Gewitter fotografiert der Pharmaziestudent. Porträt.

In den USA ist die Tornadojagd Nationalsport. An der Université de Strasbourg ist Lucas Adler einer der französischen strom chasers. Es war auch jenseits des Atlantiks, dass ihm erstmals die Idee kam, „während eines Sommercamps mit 13 ein Gewitter zu fotografieren.“ Anfangs zeigte er diese Erinnerungen, die er mit einer Wegwerfkamera von Kodak aufgenommen hatte, niemandem. Die Techniken der Fotografie und der Retusche brachte er sich autodidaktisch bei und kaufte nach und nach seine Ausrüstung. „Erst seit etwa eineinhalb Jahren bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.“ Seine Bilder bekommen, dank seiner Facebookseite und der Strasbourger Galerie Aedaen immer mehr Aufmerksamkeit, „aber die Hoffnung, davon leben zu können, habe ich aufgegeben. Sowieso sind die Fotos für mich zweitrangig. Wirklich am Ball bleibe ich wegen der Beobachtung des Himmels und von allem, was mich umgibt.“ Die meteorologischen Phänomene zu verstehen „hat mich am meisten Zeit gekostet. Ich habe tausende von Büchern gelesen und hunderte von Datenbanken konsultiert.“ Inzwischen gehört Lucas der Community an, die den Himmel scannt und er verfasst Beiträge für das the Observatoire français des tornades et orages violents, Facebookdiskussionen und Seminare. „Das ist eine Umgebung, in der Enthusiasten wie ich sich mit Meteorologen und Universitätsdekanen austauschen“, erzählt er begeistert. Rotierende Gewitter, Bogenecho, Tornados und Superzellen sind kein Geheimnis mehr für ihn.

All diese Elemente helfen ihm, bei der Vorbereitung der „Jagd – ich kann es nicht anders nennen. Im Elsass haben wir das Glück, eine Topographie zu haben, die die Gewitterentstehung begünstigt. “ Der typische Weg: Ausbruch in Lothringen, Überquerung der Vogesen in Richtung Deutschland. „Es geht darum, so schnell wie der Sturm zu sein. Es ist mir schon passiert, dass ich an der deutschen Grenze angehalten wurde. Bei diesem Spiel gewinnt das Gewitter öfter gegen mich!“

Schweiz, Thailand, Island, Israel

„Es ist so, als würde ich mit der Routine brechen und sogar mit der Gesellschaft, um aus meinem Kokon auszubrechen“, gibt Lucas zu. Früher hatte er Angst vor Gewittern, obwohl sie ihn faszinierten. „Als ich 6 oder 7 Jahre als war, hat mich meine Oma gezwungen, die Show draußen anzuschauen, von der Terrasse aus. Heute bin ich ihr dafür dankbar.“ Die eigene Angst zu überwinden, bedeutet jedoch nicht, dass dadurch die Gefahr geringer wird und Lucas erkennt heute, dass er bereits öfter „mit dem Schrecken davon kam. Inzwischen gehe ich bei drohenden Gewittern nicht mehr raus in die Berge.“

Obwohl einer seiner bevorzugten Orte zum Beobachten der Galaxie immer Champ du feu in den Vogesen bleiben wird, bringt ihn seine Leidenschaft dazu, den Globus zu durchpflügen, seine Nikon mit einem Samyang-Objekt und dem Schultergurt ausgerüstet: die Schweizer Alpen, Thailand und Island (wegen der mythischen Nordlichter). Manchmal in Begleitung von Familienmitgliedern, Cousin oder Bruder, manchmal mit Freunden. „Ich suche meine Ziele nie zufällig aus“, bemerkt er mit einem Lächeln derer, die nie ihre Leidenschaft aufgeben.

Im Moment ist er in seinem fünften Jahr an der Fakultät für Pharmazie und nutzt die Gelegenheit, bis nächsten Januar viereinhalb Monate berufliche Erfahrung im Ausland zu sammeln. Er sieht sich selbst als Abenteurer und gibt zu: „Das Teva-Labor habe ich gewählt, weil es eines der wichtigsten der Welt ist. Und Tel-Aviv, weil es ein idealer Ort ist, um mediterrane Gewitter zu beobachten, besonders während des Winters.“ Für ihn, ein Donnerthema.

Elsa Collobert

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